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"Ponton-Ede"

Jürgen Drabant, auch "Ponton-Ede" genannt und Bärbel Drabant stellen sich vor: 

Mein Mann und ich sind gleichermaßen oldtimerverrückt. Das ist eine Krankheit, die bei mir genetisch bedingt ist. Ich kann also nichts dafür, wie wir Hamburger sagen. Mein Opa war einer der ersten Droschkenkutscher in Hamburg, hatte vor dem 2. Weltkrieg die Vertretung für einen amerikanischen Autokonzern, nach dem Krieg einen Handel für gebrauchte LKWs und mein erster Spielplatz waren Autowracks auf dem Schrottplatz nebenan. Er war außerdem sehr stolz, dass seine Enkelin alle Automarken an ihrem Motorengeräusch erkennen konnte. Das war nicht wirklich schwierig, hatte doch jeder Motor sein ganz typisches Geräusch. Heute kann man gerade noch Diesel und Benziner unterscheiden.

Mein Mann wurde später infiziert, als er herausfand, dass man aus zwei Käfern einen machen konnte und dass man einen zerlegten Motor sehr gut wieder selbst zusammenbauen kann. Das Geld war knapp. Und wenn man einen fahrbaren Untersatz haben wollte, musste man eben selbst Hand anlegen. Die zweite Lehre zum KFZ-Mechaniker war da nur logisch.

Damals waren es so schöne Wagen wie BMW CS, Barockengel, Karman Ghia, Käfer und Pontons, die in Drabant’s Garten standen. Alle billig gebraucht gekauft und alle konnten von eigener Hand repariert werden.

Es gab aber auch eine Zeit, da bevorzugten wir Neuwagen. Bis wir, vor ungefähr 20 Jahren, rückfällig wurden. Inzwischen waren unsere Wunschobjekte natürlich so alt, dass von Reparatur nicht mehr die Rede sein konnte. Jetzt mußte restauriert werden. Der Versuch, es in einer Garage zu tun, scheiterte: zu wenig Bewegungsfreiheit. Eine Lösung musste gefunden werden.

Ein Vorteil des Landlebens ist, man redet miteinander und daraus ergibt sich dann, dass irgendeiner von irgendjemandem weiß, dass der einen kennt, der…

Ja, und so konnten wir auf einem ehemaligen Bauernhof ein Gebäudeteil mieten. Die Miete war niedrig und die Deckenhöhe hoch. Hoch genug für eine Hebebühne!

Inzwischen hat mein Mann in seiner Hobby-Werkstatt 3 wirkliche Autowracks wieder zum Leben erweckt. Hinten, in der Ecke wartet Nummer 4 auf seine Auferstehung.

Unsere Vorliebe gilt dem Mercedes Ponton. Bis jetzt sind es, wie gesagt, drei:

Ein 180a, Baujahr 1958; ein 180b Diesel, Baujahr 1960 und ein 180, Baujahr 1954.

Es ist immer wieder ein Genuß mit einem dieser Wagen durch die Gegend zu fahren. Man hat das riesige Lenkrad in den Händen, sitzt wie auf einem Sofa, genießt das Motorengeräusch und diesen ganz eigenen Duft den so ein Auto hat!

 

HERRLICH!!!!

 

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